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Equinor entwickelt Lösungen für eine langfristige emissionsarme Energieversorgung

Eine Stadt, deren Wärmeversorgung so gut wie keine CO2-Emissionen ausstößt. Zukunftsmusik? In Leeds ist dies vielleicht bald schon Realität.

Die Stadt – mit über 500.000 Einwohnern eine der größten in ganz England – dekarbonisiert ihren Wärmesektor, indem sie ab 2028 das gesamte Wärmenetz schrittweise von Erdgas auf Wasserstoff umstellt. Der örtliche Netzbetreiber steuert das Projekt, Equinor liefert den benötigten Wasserstoff. Leeds macht dabei nur den Anfang, das gemeinsame Projekt „H21 North of England“ soll die Wärmeversorgung von 10 nordenglischen Städten bis 2035 revolutionieren und könnte damit 12,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.

Das „H21 North of England“- Projekt

Das „H21 North of England“- Projekt untersucht die Umstellung des nordenglischen Erdgasnetzes auf Wasserstoff.

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1. Erdgasförderung
Das benötigte Erdgas wird auf dem britischen Festlandsockel
gefördert oder aus Norwegen importiert.

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2. Wasserstoffproduktion
Dank des Verfahrens der autothermen Reformierung können große Mengen Wasserstoff effizient
hergestellt werden.

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3. CO2-Komprimierung
Das bei der Wasserstoffproduktion auftretende Nebenprodukt CO2 wird abgeschieden, komprimiert (140 bar) und zur Speicherung vorbereitet.

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4. CO2-Speicherung
Die Speicherung des abgeschiedenen CO2 erfolgt dauerhaft und sicher in Gesteinsformationen in der Nordsee – ca. 1000-2000m unter dem Meeresboden.

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5. Wasserstoffspeicherung
Der Wasserstoff kann in Salzkavernen, welche heute
zur Lagerung von Erdgas dienen, kurz- oder langfristig gespeichert werden, zum Beispiel um saisonale Schwankungen im Verbrauch auszugleichen.

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6. Energieversorgung
Der Wasserstoff wird als
CO2-neutraler Energieträger durch das Gasnetz zum Verbraucher transportiert. Dafür wird das Gasnetz von Erdgas auf 100% Wassersto umgestellt.

Ein echtes Multitalent in der Anwendung

Die Technologie zur Erzeugung von Wasserstoff aus Erdgas ist dabei nicht neu, sondern in der Großchemie längst erprobt. Das dabei entstehende CO2 wird von Equinor sicher und verantwortungsvoll gespeichert, beispielsweise in Reservoirs auf dem Meeresboden der norwegischen Nordsee. Dadurch ist die Energiegewinnung mit Wasserstoff schließlich so gut wie emissionsfrei.

Gelingt die Skalierung dieses Prozesses für den kommerziellen Energiemarkt, ist das Potenzial zur Reduzierung der CO2-Emissionen enorm. Damit Wasserstoff sein volles Potenzial entfalten kann, müssen Technologien für den kosteneffizienten Transport und Einsatz im Strom- und Wärmesektor sowie für den Verkehr entwickelt werden. Daran arbeitet Equinor gemeinsam mit Forschungsinstituten, Universitäten und Zulieferern.

Wasserstoff kann in der bestehenden Gasinfrastruktur gespeichert und transportiert werden: Das spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit. Völlig neue Versorgungswege müssen dabei nicht entwickelt werden. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: Wasserstoff kann nicht nur zur Wärmegewinnung, sondern auch im Stromsektor verwendet, als Treibstoff genutzt oder als Ausgangsstoff in der Industrie eingesetzt werden.

Technologieoffenheit bringt die Energiewende voran

Nur wenn Politik und Industrie die Synergiepotenziale von bekannten und neuen Technologien erkennen, kann die Energiewende Erfolg haben. Ein technologieoffener Ansatz ist zudem günstiger – die Deutsche Energieagentur (dena) hat berechnet, dass im Vergleich zu einem strombasierten Modell bis zu 600 Milliarden Euro gespart werden könnten[1].

Bei der Entwicklung von CO2-armen Energielösungen sind auch wir als Produzenten von Erdgas gefragt. Erdgas ist auf absehbare Zeit unverzichtbar, um die Versorgung zu sichern. Unser Ziel ist es, diese Energie so umweltschonend wie möglich zu produzieren. Die Umwandlung in Wasserstoff ist eine der Möglichkeiten, die Verwendung von Erdgas zu dekarbonisieren.

 
Neben diesen Forschungsprojekten haben wir auch in die Effizienz unserer Förderung investiert und dabei den CO2-Abdruck gesenkt. Equinor ist heute der emissionsärmste Gasproduzent weltweit. Neben Erdgas investieren wir außerdem in Offshore-Wind und Solarenergie. Bis 2030 werden wir rund 12,5 Milliarden US-Dollar unserer Investitionen in erneuerbare Energien tätigen. Denn mit dem Zusammenspiel von Gas und erneuerbaren Energien, innovativen Technologien und Mut zur Veränderung können Projekte wie in Leeds bald schon Realität werden.

[1] dena, Leitstudie Integrierte Energiewende, 2018

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