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Am 21. Februar 2019 hat das norwegische Energieunternehmen Equinor in London seine langfristigen Marktaussichten für Erdgas skizziert. Die Erlöse aus dem weltweiten Gasverkauf des Unternehmens betrugen 2018 rund 26 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Equinor sieht weiterhin gute Marktaussichten für Erdgas, da zunehmend mehr Länder ihre Energieversorgung im Rahmen der Energiewende umstellen. Das Unternehmen erwartet, dass die weltweite Nachfrage um ganze 10 Prozent bis 2030 steigen wird.

„Die globalen Energiemärkte verändern sich. Die Welt braucht mehr Energie, muss aber gleichzeitig die Emissionen senken. Erdgas wird diesen Ansprüchen gerecht, indem es zuverlässige, bezahlbare und emissionsarme Energie zur Verfügung stellt: Strom aus Erdgas verursacht rund 50 Prozent weniger CO2-Emissionen als Strom aus Kohlekraftwerken. Gaskraftwerke können flexibel eingesetzt werden, um die Schwankungen von Wind- und Solarstrom auszugleichen. Mithilfe von Power-to-Gas ist sogar die langfristige Speicherung von grünem Strom möglich“, sagt Irene Rummelhoff, Equinors Executive Vice President for Marketing, Midstream and Processing.

Erdgas aus Norwegen deckt rund 25 Prozent des europäischen Gasbedarfs. Die gut ausgebaute und effiziente Gasinfrastruktur sowie die geografische Nähe zum europäischen Festland machen norwegisches Gas besonders wettbewerbsfähig, wobei Großbritannien und Deutschland die größten Exportmärkte sind.

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„Die jüngsten politischen Signale aus Deutschland zur Rolle von Erdgas in einem deutschen Kohleausstieg stimmen uns ebenfalls positiv. Wir werden auch zukünftig mit unseren Partnern in ganz Europa daran arbeiten, das volle Potenzial der Energiewende auszuschöpfen“

Irene Rummelhoff, Executive Vice President for Marketing,
Midstream and Processing

„Großbritannien hat es erfolgreich geschafft, seine CO2-Emissionen um mehr als ein Drittel zu reduzieren – sie sind heute wieder auf dem Level des 19. Jahrhunderts – unter anderem durch den verstärkten Einsatz von Erdgas und erneuerbaren Energien. Die jüngsten politischen Signale aus Deutschland zur Rolle von Erdgas in einem deutschen Kohleausstieg stimmen uns ebenfalls positiv. Wir werden auch zukünftig mit unseren Partnern in ganz Europa daran arbeiten, das volle Potenzial der Energiewende auszuschöpfen“, so Irene Rummelhoff.

Selbst in einem Szenario, in dem das 2-Grad-Ziel erreicht wird, geht Equinor davon aus, dass die weltweite Gasnachfrage im Jahr 2050 nur geringfügig niedriger als heute ist. Um diesen Bedarf langfristig decken zu können, sind in den kommenden Jahrzehnten erhebliche Investitionen erforderlich. Equinor sucht daher aktiv auf dem norwegischen Festlandsockel nach weiteren Gasfeldern, um auch in Zukunft seine Partner zuverlässig mit Erdgas versorgen zu können.

2018 verkaufte Equinor weltweit insgesamt 100 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Der wachsende Anteil von Flüssiggas (LNG) und das teilweise schwankende Angebot der erneuerbaren Energien beeinflussen die Preisentwicklung auf dem globalen Gasmarkt. Durch diese zunehmende Preisvolatilität ergeben sich auch neue Geschäftsmöglichkeiten für den Handel mit Erdgas.

„Die Handelsmärkte für Erdgas durchlaufen eine rasante Entwicklung. Agilität und die Fähigkeit, schnell auf Preisentwicklungen reagieren zu können, sind dabei der Schlüssel zum Erfolg. Wir sehen eine steigende Nachfrage nach Verträgen mit kürzeren Laufzeiten und passen unsere Geschäftsaktivitäten daran an“ sagt Tor Martin Anfinnsen, Senior Vice President Marketing und Trading von Equinor.

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