Skip to main content

Erster schwimmender Windpark steht kurz vor der Eröffnung


Die Energiewelt sieht sich mit großen Herausforderungen konfrontiert. Denn um ambitionierte Klimaziele mit einer sicheren Energieversorgung vereinen zu können, sind große Veränderungen vonnöten. Equinor baut seine Aktivitäten im Bereich erneuerbare Energie aus und macht sich im Bereich Offshore Windenergie seine jahrzehntelange Erfahrung aus der Öl- und Gasförderung zu Nutze.

Mit der von Equinor entwickelten Hywind-Technologie setzen wir neue Standards, denn mit Hywind lernen Offshore-Windanlagen zum ersten Mal schwimmen. Aktuell errichten wir 25 km vor der schottischen Küste den Hywind Pilot Park. Ende 2017 geht er in Betrieb. Ausgestattet mit fünf 6-MW-Windturbinen von Siemens wird Hywind rund 135 GWh Energie pro Jahr erzeugen – genug Strom für die Versorgung von rund 22.000 Haushalten. Als Pilotpark soll Hywind zeigen, dass künftig auch größere schwimmende Windparks profitabel betrieben werden können. Dabei sind Windparks mit einer Leistungsfähigkeit über 120 MW denkbar.

Anders als fest installierte Anlagen, die nur für flachere Küstengewässer mit einer Tiefe von bis zu 50 Metern geeignet sind, können die schwimmenden Hywind-Windenergieanlagen in hunderten Metern Wassertiefe installiert werden. Dadurch eröffnen sich dem Offshore-Windmarkt bislang gänzlich unerschlossene Gebiete. Der Vorteil: Die Windgeschwindigkeit in diesen Gebieten ist deutlich höher als in Küstennähe oder an Land, was die Einspeiseleistung der Anlagen erheblich erhöht.

Der Markt für schwimmende Offshore-Windanlagen hat großes Potenzial. Rund 80% der potentiellen europäischen Offshore-Wind Kapazität befindet sich in tiefen Gewässern. Schätzungen gehen davon aus, dass mehr als die Hälfte der Nordsee für den Einsatz von schwimmenden Windrädern geeignet ist. Laut Schätzungen des europäischen Windverbandes (EWEA) könnte Windenergie aus Tiefengewässern sogar das Vierfache des EU-Stromverbrauchs erzeugen.

Das Pilot-Projekt basiert auf einer bewährten Technik. Bereits seit 2009 ist eine Hywind-Anlage vor der Küste Norwegens im Einsatz und produziert seitdem täglich Strom. Die mit einer 2.3-MW-Siemens-Turbine ausgestatte Anlage übertrifft alle Leistungserwartungen. Nach langjähriger Testphase ist die Technologie nun bereit für den Großeinsatz in Schottland. Und das deutlich günstiger als erwartet: Die Kosten pro Megawatt liegen 60-70% unter denen der ersten Hywind-Turbine in Norwegen. Und dabei soll es nicht bleiben. Wir glauben für künftige Projekte an Kosteneinsparungen von weiteren 40-50%.

hywind Grafik.jpg

Wind Turbine
Höhe: 80 m
Durchmesser Rotorblatt: 40 m

Hywind Demo
Höhe: 208 m
Durchmesser Rotorblatt: 40 m

Hywind Pilot Park (Schottland)
Höhe: 253 m
Durchmesser Rotorblatt: 154 m

Credit - Arne Reidar Mortensen  -  Statoil - Pål Eitrheim  - 1504758.jpg

„Equinor ist stolz darauf, den weltweit ersten schwimmenden Windpark zu entwickeln. Unser Ziel ist es, die Machbarkeit zukünftiger kommerzieller, schwimmfähiger Windparks zu beweisen und somit das globale Marktpotential der Offshore-Windenergie weiter zu steigern."


Pål Eitrheim
Executive Vice President,
New Energy Solutions (NES)
 

Weitere Themen

EQUINOR KONTAKT

Portrait of a working man with HSE gear

Haben Sie weitere Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns.

EQUINOR DEUTSCHLAND

Equinor_DE_ueberuns-equinor-deutschland.jpg

Erfahren Sie mehr über Equinor Deutschland.

Equinor weltweit

Platform picture

Besuchen Sie uns doch auch auf unserer internationalen Website.