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Wasserstoff - vielseitig einsetzbar

Kohlenstoffarme Wertschöpfungsketten für Wasserstoff

Wasserstoff ist einer der Schlüssel zur Dekarbonisierung des Energiesystems. Er ist vielseitig einsetzbar und die bestehende Gasinfrastruktur kann zum Transport verwendet werden.

Hier handelt es sich nicht um Zukunftsmusik: Die Technologie zur Erzeugung von Wasserstoff durch die Umwandlung von Erdgas in Wasserstoff und CO2 ist erprobt und bekannt. Es ist ein Standardverfahren, das seit vielen Jahren erfolgreich in der Großchemie oder in kleineren Anwendungen eingesetzt wird.

Equinor beschreitet nun neue Wege: Wasserstoff wird aus Erdgas erzeugt. Das abgetrennte CO2 wird auf dem norwegischen Festlandsockel unterirdisch eingelagert. So gelangt kein CO2 in die Atmosphäre und muss nicht umständlich zu Land transportiert werden.

Wir sind überzeugt, dass Methanreformierung mit anschließender Speicherung von CO2 (CCS) bis 2030 und 2040 mehr Wasserstoff zu niedrigeren Kosten produzieren kann, als die Elektrolyse aus erneuerbaren Energien (Power-to-Gas). Langfristig, über das Jahr 2050 hinaus, wird  Wasserstoff aus Elektrolyse größere Marktanteile einnehmen und vor allem einen ergänzenden Beitrag in dezentralen, kleineren Anwendungen leisten.

Warum Wasserstoff?

Wasserstoff ist eine sichere und saubere Energiequelle zur Dekarbonisierung des Energiesystems.

Die Anwendung erfordert keine neuen Technologien und kann bestehende Infrastruktur nutzen.

Darüber hinaus kann Wasserstoff in vielen weiteren Bereichen Anwendung finden, zum Beispiel im Verkehrssektor und der Industrie.

H21 North of England

„H21 North of England“ ist eines der weltweit größten Projekte zur Dekarbonisierung des Wärmesektors. Die Projektpartner planen, das Erdgasnetz von zehn englischen Städten bis 2035 vollständig auf Wasserstoff umzustellen. Damit könnten 12,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

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Das Projekt wird von Equinor und den britischen Gasnetzbetreibern Northern Gas Networks und Cadent vorangetrieben. Erste Machbarkeitsstudien haben gezeigt, dass sich der gesamte Wärmebedarf von Privathaushalten und Industrie der Region zuverlässig mit Wassersto¬ff decken lässt. Dabei müssen im Vergleich zu anderen Alternativen wie der Vollelektrifizierung nur geringere Anpassungen an der bestehenden Infrastruktur vorgenommen werden. So kann das bestehende Gasverteilnetz weiter genutzt werden.

Nach aktuellen Planungen soll das Erdgasnetz von insgesamt zehn nordenglischen Städten innerhalb von sieben Jahren vollständig von Erdgas auf 100% reinen Wasserstoff¬ umgestellt werden. Das Pilotprojekt soll 2028 in Leeds starten. Durch die schrittweise Umstellung ist die Versorgung während der gesamten Übergangsphase gesichert.

Insgesamt wird die Wärmeversorgung von 3,7 Millionen Haushalten auf emissionsfreie Energie umgestellt. Das Projekt kann massiv zur Erreichung der britischen Klimaziele beitragen. Ziel ist es, das Projekt bis 2050 auf ganz Großbritannien auszuweiten. Dann können jährlich 258 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden, was 80% der britischen CO2-Einsparungsziele entspricht.

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1. Erdgasförderung
Das benötigte Erdgas wird auf dem britischen Festlandsockel
gefördert oder aus Norwegen importiert.

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2. Wasserstoffproduktion
Dank des Verfahrens der autothermen Reformierung können große Mengen Wasserstoff effizient hergestellt werden.

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3. CO2-Komprimierung
Das bei der Wasserstoffproduktion auftretende Nebenprodukt CO2 wird abgeschieden, komprimiert (140 bar) und zur Speicherung vorbereitet.

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4. CO2-Speicherung
Die Speicherung des abgeschiedenen CO2 erfolgt dauerhaft und sicher in Gesteinsformationen in der Nordsee – ca. 1.000-2.000m unter dem Meeresboden.

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5. Wasserstoffspeicherung
Der Wasserstoff kann in Salzkavernen, welche heute zur Lagerung von Erdgas dienen, kurz- oder langfristig gespeichert werden, zum Beispiel um saisonale Schwankungen im Verbrauch auszugleichen.

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6. Energieversorgung
Der Wasserstoff wird als CO2-neutraler Energieträger durch das Gasnetz zum Verbraucher transportiert. Dafür wird das Gasnetz von Erdgas auf 100% Wasserstoff umgestellt.

Der Türöffner zu einer sauberen Wasserstoffwirtschaft in den Niederlanden

Equinor und das H2M Projekt

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Gemeinsam mit Gasunie und Vattenfall prüft Equinor in den Niederlanden, ob sich konventionelle Gaskraftwerke auf den Betrieb mit Wasserstoff umrüsten lassen. Am Beispiel des 440MW Kraftwerks Magnum im niederländischen Eemshaven wird untersucht, welche CO2-Einsparungen sich durch eine solche Umstellung realisieren lassen. Dafür wird das Magnum-Kraftwerk von Erdgas auf Wasserstoff umgestellt und die Stromerzeugung CO2-frei – kurz: „Hydrogen to Magnum“ oder H2M.

Equinor stellt den Wasserstoff für das Projekt zur Verfügung. Dieser wird mittels Umwandlung von Erdgas aus Norwegen in Wasserstoff und CO2 erzeugt. Das abgeschiedene CO2 soll in einer unterirdischen Anlage vor der norwegischen Küste gelagert werden.

Die Vorteile des H2M-Projekts

Reduzierung der CO2-Emissionen von 2 Millionen Tonnen pro Jahr ab 2024.

Beitrag zu einem effizienten und zuverlässigen Energiesystem durch flexible, regelbare und quasi CO2-arme Stromerzeugung.

Wegbereiter für eine großangelegte Wasserstoffinfrastruktur, die die Integration von grünem Wasserstoff aus erneuerbaren Energien erleichtert.

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Wasserstoff im Schiffsverkehr

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Zusammen mit Viking Cruises wird derzeit in Norwegen untersucht, inwieweit mit einer Brennstoffzelle weitere CO2-Reduktionen im maritimen Bereich erreicht werden können. Denn die Reichweiten von Batterien sind in der Schifffahrt derzeit noch begrenzt. Ziel der Zusammenarbeit ist es, ein elektrisches Kreuzfahrtschiff in Betrieb zu nehmen, dass seinen Strom durch eine Brennstoffzelle an Bord auf Grundlage von Wasserstoff erzeugt.

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