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Der Offshore-Windpark Arkona in der Ostsee hat den ersten Strom ins deutsche Netz eingespeist. Equinor liefert norwegisches Offshore-Know-how für das Projekt.

Die erste von 60 Turbinen des Windparks Arkona, der vom deutschen Energieversorger E.ON und dem norwegischen Energieunternehmen Equinor gemeinsam entwickelt wird, ist erfolgreich in Betrieb genommen worden. Nach Fertigstellung Ende 2018 wird der Windpark mit einer Leistung von 385 Megawatt (MW) dann etwa 400.000 deutsche Haushalte mit Strom versorgen.

„Der erste von Arkona produzierte Strom ist ein Meilenstein auf dem Markt erneuerbarer Energien. Wir sind stolz, dieses Projekt gemeinsam mit E.ON und dem Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz auf den Weg zu bringen. Arkona ist der vierte Windpark von Equinor, der seit 2012 in Europa ans Netz geht, und ergänzt unsere Energielieferungen nach Deutschland. Dies ist ein weiterer wichtiger Beitrag zur ehrgeizigen Strategie von Equinor, sich von einem traditionellen Öl- und Gasunternehmen zu einem breit aufgestellten Energiekonzern weiterzuentwickeln. Dabei stützen wir uns auf unsere umfangreiche Offshore-Erfahrung und mehr als 40 Jahre als einer der größten Energieversorger in Europa“, sagt Pål Coldevin, Head of New Energy Development und Vorsitzender des Arkona-Lenkungsausschusses.

Der Arkona-Windpark liegt 35 Kilometer nordöstlich der Insel Rügen. Die Investitionen in das Projekt betragen 1,2 Milliarden Euro. Verglichen mit konventionell erzeugtem Strom spart Arkona jährlich bis zu 1,2 Millionen Tonnen CO2 ein.

Letzte Bauphase 

Der Windpark steht kurz vor der Fertigstellung. Das Offshore-Umspannwerk und alle 60 Fundamente wurden früher als geplant installiert. Auch die Verkabelung zur Anbindung der Turbinen an das Offshore-Umspannwerk wurde vor Zeitplan fertiggestellt. Die Montage der Turbinen, bestehend aus Türmen, Maschinenhäusern und Rotorblättern, schreitet gut voran – 44 sind bereits installiert. Bis Jahresende sollen alle Turbinen erfolgreich in Betrieb sein.

„Von der ersten Monopile-Installation bis zur ersten Stromeinspeisung hat es nur ein Jahr gedauert. Selten zuvor ist ein Projekt so unkompliziert umgesetzt worden. Das ist eine großartige Leistung unseres Teams und aller Projektpartner und gleichzeitig ein wichtiger Schritt zur weiteren Optimierung von Offshore-Windprojekten“, sagt Sven Utermöhlen, COO von E.ON Climate & Renewables.

"Das Konzept der schnellen und kostengünstigen Offshore-Netzanbindung in der Ostsee hat sich auch in diesem Projekt bewährt. Gemeinsam mit dem Windpark Arkona ist es uns gelungen, eine effiziente, kostengünstige, flexible und sichere Umspannplattform zu entwickeln und umzusetzen. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt für die Entwicklung der Offshore-Windenergie in der Ostsee", so Frank Golletz, CTO von 50Hertz.

Offshore-Know-how aus Norwegen

Equinor hat durch die Entsendung von eigenen Mitarbeitern und seine Kompetenz in der Offshore-Technologie, insbesondere im Korrosionsschutz, zum Erfolg des Projekts beigetragen. 

Im Windpark werden 60 Turbinen der Sechs-Megawatt-Klasse von Siemens Gamesa Renewable Energy eingesetzt. Arkona ist ein 50/50-Joint-Venture zwischen dem deutschen Energieversorger E.ON und dem norwegischen Energieunternehmen Equinor.

Mit dem aktuellen Offshore-Windportfolio von Equinor können bereits heute mehr als eine Million europäische Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgt werden. Neben der Beteiligung am Offshore-Windpark Arkona ist Equinor auch in den Windprojekten Baltyk II und III im polnischen Teil der Ostsee vertreten. In Großbritannien betreibt Equinor die Offshore-Windparks Sheringham Shoal, Dudgeon und Hywind Scotland.

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