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Das Northern Lights-Projekt schreitet voran

Um Klimaneutralität zu erreichen, benötigen wir neue Lösungen, um CO2-Emissionen aus der Industrie in Norwegen und Europa zu senken. Das Northern Lights-Projekt zur Speicherung von Emissionen von industriellen Emittenten tief unter dem Meeresboden der norwegischen Nordsee nimmt sich genau dieser Frage an. Mit der Vergabe von Aufträgen an die Unternehmen Subsea 7 Norway und Aibel hat Equinor die nächsten wichtigen Schritte zur Realisierung des Projekts unternommen.

"Die neuen Verträge im Northern Lights-Projekt werden wichtige Wertschöpfung für die Zulieferindustrie schaffen. Die meisten Verträge sind nun unter Dach und Fach, und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den ausgewählten Unternehmen, um dieses wegweisende Projekt zu realisieren", sagt Peggy Krantz-Underland, Chief Procurement Officer von Equinor.

Subsea 7 hat einen EPCI-Vertrag (Engineering, Procurement, Construction and Installation) für Pipelineverlegung und Unterwasserinstallationen gewonnen. Der Auftragswert wird auf etwa 500 Mio. NOK (ca. 47,6 Mio. €) geschätzt.

Das Unternehmen ist für den Bau und die Verlegung einer 100 km langen Pipeline beauftragt. Die Pipeline soll CO2 vom Zwischenspeicher im Industriepark im norwegischen Øygarden zum Ort der endgültigen Lagerstätte unter dem Meeresboden der Nordsee transportieren. Subsea 7 wird außerdem eine 36 km lange Versorgungsleitung installieren, um das Bohrloch der CO2-Lagerstätte mit der Plattform des Oseberg-Felds zu verbinden, von dem aus die CO2-Einspeisung gesteuert werden wird.

Subsea 7 ist für das Projektmanagement zuständig, die Herstellung der Rohre erfolgt in der Vigra-Spool-Basis in der Nähe von Ålesund. Der Arbeitsumfang der erwarteten Arbeiten wird auf rund 250 Mannjahre geschätzt. Subsea 7 beginnt umgehend mit der Planung der Arbeiten, der Hauptteil der Offshore-Installationen soll zwischen 2022-2023 durchgeführt werden.

Sverre Overå (links), Northern Lights-Projektleiter, und Peggy Krantz-Underland, Equinor’s Chief Procurement Officer.

Aibel hat einen EPCI-Vertrag für das Unterwasser-Kontrollsystem des Northern Lights-Projekts auf der Plattform Oseberg A erhalten. Der Auftrag wird als Abrufauftrag gegen den bestehenden Oseberg-Portfoliovertrag vergeben, der im Juli 2020 unterzeichnet wurde. Der geschätzte Wert des Auftrags liegt bei etwa 140 Mio. NOK (ca. 13,3 Mio. €). Der Arbeitsumfang umfasst alle notwendigen Upgrades auf der Oseberg A-Plattform, um das Umbilical-System einzuziehen und zu betreiben, welches die Plattform und die Unterwasseranlagen von „Northern Lights“ verbinden wird.

Das Projektmanagement wird aus den Aibel-Büros in Bergen und Stavanger gesteuert, die Vorfertigung findet in der Werft in Haugesund statt. Der Projektumfang wird mit etwa 60 Mannjahren veranschlagt. Die Arbeiten beginnen im Januar 2021 und sollen Ende 2023 abgeschlossen sein.

"Das Northern Lights-Projekt ist das erste seiner Art, das eine Lösung zur Reduzierung von Emissionen aus industriellen Quellen in Norwegen und Europa bietet. Die Arbeiten auf der Baustelle haben begonnen und mit diesen beiden wichtigen Verträgen stellen wir sicher, dass das Projekt planmäßig voranschreitet, um einen wichtigen Teil des bedeutenden Longship-Projekts zu liefern", sagt Sverre Overå, Projektleiter vom Northern Lights-Projekt.

Die Arbeiten für das Northern Lights-Projekt haben begonnen.