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Erdgas - Energie aus Norwegen

Welche Energieträger brauchen wir?

Die der Zukunft. Und die, die uns dorthin bringen.

2017 feierte Norwegen das 40-jährige Jubiläum seiner Erdgaspartnerschaft mit Deutschland. Seit den 1970er Jahren wird auf dem norwegischen Kontinentalschelf Erdgas produziert. Aus über 80 Feldern werden täglich rund vier Millionen Barrel Gas und Öl gewonnen. Der Großteil der Produktion wird per Tanker oder Pipeline exportiert. Equinor ist aber mehr als Öl und Gas: Wir sind heute ein breit aufgestelltes Energieunternehmen, das besonders im Bereich Offshore-Wind und Solarenergie investiert.

Equinor ist für 70% der Gasexporte aus Norwegen verantwortlich. Der Rest wird von einer Vielzahl internationaler – übrigens auch deutscher – Unternehmen gefördert und vermarktet. Die norwegischen Gasexporte erreichten in 2017 mit 117,4 Milliarden Kubikmetern einen neuen Rekordwert. Der Großteil der norwegischen Exporte geht in die Europäische Union: Norwegisches Gas deckt rund 25% der europäischen Nachfrage. In Deutschland beträgt der Anteil norwegischen Erdgases zwischen 20 und 25%.

Zum Transport des Erdgases von den Feldern zu den Verbrauchern wurde auf dem norwegischen Kontinentalschelf mit über 8.000 Kilometern Länge das weltweit größte Offshore-Pipelinesystem geschaffen. Drei der sieben Exportpipelines gehen nach Deutschland; sie landen in Ostfriesland und sind dort mit dem deutschen und dem niederländischen Fernleitungsnetz verbunden.

Vor der Küste Norwegens liegen noch große Gasvorkommen. Die Mittelwertschätzung der Erdgasressourcen geht von rund 3.800 Milliarden Kubikmetern aus – in etwa das 50-fache des jährlichen deutschen Erdgasverbrauchs. Bisher wurde nur circa ein Drittel der norwegischen Gasvorkommen produziert. Die norwegische Regierung geht davon aus, dass die Gasexporte bei positiven Marktaussichten und entsprechenden Investitionen bis 2035 etwa auf dem heutigen Niveau bleiben können.

TROLL

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Das Trollfeld liegt im nördlichen Teil der Nordsee, etwa 65 Kilometer westlich von Kollsnes bei Bergen. Mit rund 40 Prozent der gesamten Gasreserven auf dem norwegischen Festlandsockel (NCS) ist es der Grundstein für die Offshore-Gasproduktion Norwegens.

Snøhvit

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Snøhvit ist das erste Offshore-Projekt in der Barentssee. Es ist die erste europäische Förderanlage, die ganz ohne Oberflächeninstallationen auskommt. Die Anlagen am Meeresboden sind so entwickelt, dass weder sie noch der Fischereibetrieb irgendwelche Schäden
erleiden können.

Sleipner

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Sleipner umfasst gleich mehrere Felder und Anlagen – unter anderem eine Plattform zur Beseitigung von CO2. Seit 1996 hat Sleipner bereits mehr als 16 Millionen Tonnen CO2 aus gefördertem Gas in der Utsira-Formation gespeichert.

Wärme

Wie heizt Deutschland? Gas- und Ölheizungen sind am weitesten verbreitet…

Strom

Deutschland setzt bei der Stromversorgung auf verschiedene Energieträger…

Mobilität

Circa 20% der deutschen Treibhausgasemissionen gehen auf den Verkehrssektor zurück…

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Wärme - so heizt Deutschland

Was entsteht, wenn man Erdgas verbrennt?

Viel Wärme, viel Strom und wenig CO2.

Eine wohlig warme Wohnung ist ein Grundbedürfnis. Aber wie heizt Deutschland? Gas- und Ölheizungen sind am weitesten verbreitet: die Hälfte der Wohngebäude wird mit Erdgas beheizt, etwa 25% mit Öl. Weiter im Einsatz sind Fernwärme, Biomasse und Strom.

Wohnungsbestand: 41,3 Mio.

Anteile der genutzten Energieträger

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Quelle: BDEW, Stand 01/2016

Wer profitiert von Erdgas im Heizungskeller?

Zuerst der Hausbesitzer, dann das Klima.

Gas-Brennwertkessel gehören zu den seit langem erprobten, kostengünstigen und besonders effizienten Heiztechniken. Sie nutzen den eingesetzten Brennstoff nahezu vollständig. In Gas-Wärmepumpen wird die Brennwerttechnik mit der Nutzung von Umweltwärme gekoppelt, was die Effizienz weiter steigert. Weitere Hocheffizienz-Technologien sind Strom erzeugende Heizungen, die das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) nutzen, sowie Brennstoffzellen-Geräte.

In den großen Ballungsräumen kommt häufig Fernwärme zum Einsatz. Heizkraftwerke erzeugen die nötige Wärme, welche über Leitungen in die Häuser kommt. Viele Heizkraftwerke produzieren dank KWK neben Wärme auch Strom – somit wird der Brennstoff optimal ausgenutzt. Besonders klimafreundlich sind gasbetriebene KWK-Anlagen. Daher unterstützt die Bundesregierung den Umstieg von Kohle zu Gas in der KWK mit einer eigenen finanziellen Förderung.

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Quelle: BDEW Studie „Wie heizt Deutschland“, 2015

Moderne Heiztechnologien sorgen für Klimaschutz. Fast die Hälfte aller Heizanlagen in Deutschland sind älter als 20 Jahre, lediglich 25% entsprechen dem Stand der Technik. Wer eine veraltete Anlage durch einen hocheffizienten Gas-Brennwertkessel ersetzt, kann seinen Energieverbrauch und seine Emissionen deutlich reduzieren. Ein Umstieg von Heizöl zu Erdgas bringt zusätzliche Einsparungen. Das hilft dem Klima und schont den Geldbeutel!

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"Viele Menschen denken beim Thema Energie zuerst an Strom – doch auch im Wärmemarkt wird viel Energie verbraucht. Mit dem Umstieg auf eine hocheffiziente moderne Gasheizung sinken die Emissionen und die Energierechnung. Eine Erdgasheizung lässt sich auch perfekt mit erneuerbaren Energien, zum Beispiel Solarthermie, kombinieren."

Olav Skalmeraas,
Country Manager Deutschland

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Strom - eine ausgewogene Kombination sichert die Versorgung

Wer sorgt für klimafreundlichen Strom?

Der richtige Energiemix.

Deutschland setzt bei der Stromversorgung auf verschiedene Energieträger. Kohle liefert rund 35% des Stroms, erneuerbare Quellen wie Sonne, Wind, Wasser und Biomasse mehr als ein Drittel. Aus Erdgas werden aktuell gut 13% des Stroms gewonnen.

In den letzten Jahren ist zwar der Anteil der erneuerbaren Energien kontinuierlich gestiegen. Gleichzeitig blieb der Anteil der CO2-intensiven Kohlekraftwerke aber fast konstant. Die Emissionen des Stromsektors sind daher kaum gesunken – nicht zuletzt deshalb wird Deutschland sein Klimaziel für 2020 verfehlen, wie die Bundesregierung im Juni 2018 bekannt gegeben hat. Die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ erarbeitet derzeit einen Plan zur schrittweisen Reduzierung und Beendigung der Kohleverstromung.

Eine ausgewogene Kombination aus unterschiedlichen Energieträgern sichert die Stromversorgung. Erdgas ergänzt die erneuerbaren Energien dabei optimal und gewährleistet die Stromversorgung auch wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht. Denn ein Energiemix auf Basis von Wind, Sonne, Biomasse, Wasser und Erdgas ist deutlich CO2-ärmer als der heutige Mix.

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Daten: AGEB e.V. Strom-Report.de

Im Jahre 2017 wurden circa 655 TWh Strom in Deutschland erzeugt. An einigen sonnen- und windreichen Tagen konnten erneuerbare Energien knapp 85% des gesamten Strombedarfs decken. An windstillen, bewölkten Tagen produzieren die erneuerbaren Energien jedoch nur sehr wenig Strom (Stichwort „Dunkelflaute“).

Damit die Stromversorgung jederzeit gewährleistet ist, sind flexible Kraftwerke notwendig. Gaskraftwerke sind hierfür besonders geeignet, denn sie können sehr schnell hoch- und runtergefahren werden. Je stärker die erneuerbaren Energien wachsen, desto relevanter wird die Ausgleichsrolle dieser Kraftwerke.

Deutschlands Klimaziele sind ambitioniert: Bis 2020 sollten die Treibhausgasemissionen um 40%, bis 2030 um 55% und bis 2050 um mindestens 80% gesenkt werden (jeweils im Vergleich zu 1990). Demgegenüber steht der CO2-Ausstoß der Stromerzeugung, der in den vergangenen Jahren kaum gesunken ist und dazu beigetragen hat, dass die Klimaziele für 2020 verfehlt werden. Mit einem verstärkten Einsatz von Erdgas könnten die Klimaziele kosteneffizient erreicht werden, denn Strom aus Erdgas verursacht rund 50% weniger CO2 als Kohlestrom – und das zu relativ geringen Mehrkosten. Hinzu kommt, dass das Gasnetz nicht überlastet ist und dessen vorhandene Infrastruktur genutzt werden kann.

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Mobilität - bereits knapp 100.000 Fahrzeuge mit Erdgasantrieb

Wie fährt man richtig in Richtung Energiezukunft?

Ganz bequem mit Erdgas.

Circa 20% der deutschen Treibhausgasemissionen gehen auf den Verkehrssektor, und insbesondere den Straßenverkehr, zurück. Dazu kommen Emissionen von Schwefeldioxid, Stickoxiden, Kohlenmonoxid, flüchtigen organischen Verbindungen und Feinstaub. Die Emissionen sind dabei im Verglich zu 1990 kaum gesunken.

Daher bietet es sich an, die Klima- und Umweltvorteile von Erdgas auch im Mobilitätsbereich zu nutzen. Aktuell liegt der Anteil von Erdgas am Kraftstoffmix unter 1%. Die Bundesregierung hat das Ziel, ihn bis 2020 auf 4% zu erhöhen. Dafür steht eine breite Palette von technisch bewährten Erdgasfahrzeugen zur Verfügung.

Im Vergleich zu einem Benziner stößt ein Erdgasauto 20% und gegenüber einem Diesel rund 10% weniger CO2 aus. Erdgasautos emittieren keine Partikel und kaum Stickoxide. Erdgas kann daher erheblich dazu beitragen, die Schadstoffbelastung in urbanen Zentren in den Griff zu bekommen.

Emissions-Einsparpotenzial von Erdgas als Kraftstoff gegenüber Benzin und Diesel

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Quelle: eigene Darstellung nach Daten der Kurzstudie . CNG und LPG - Potentiale dieser Energieträger auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung des Straßenverkehrs. 2013 / Basis PKW (Euro 5)

Der Antrieb mit CNG (Compressed Natural Gas) wird in ganz Europa beliebter: Von Januar bis Mai 2018 wurden knapp 36.000 Erdgas-PKW neu zugelassen und damit knapp 16.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Mit 5.446 Fahrzeugen konnte Deutschland mehr als 15 Prozent der Neuzulassungen verbuchen.

Die Erdgasinfrastruktur ist zudem gut ausgebaut - es gibt etwa 900 öffentlich zugängliche Erdgastankstellen in Deutschland. Knapp 100.000 Fahrzeuge mit Erdgasantrieb fahren derzeit auf deutschen Straßen. PKW, aber auch Busse und LKW können mit Erdgas umweltfreundlich Menschen und Waren von A nach B bringen. Busse, die mit Erdgas oder verflüssigtem Erdgas (LNG) angetrieben werden, werden in vielen Orten Deutschlands bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt und ermöglichen es, den öffentlichen Nahverkehr energieeffizient, sauber und kostengünstig zu gestalten.

Die Verkehrsleistung im Schwerlastverkehr wird bis 2030 im Vergleich zum Jahr 2010 um 39% wachsen. Bereits jetzt ist der Straßengüterverkehr für knapp ein Viertel der Emissionen des Verkehrssektors verantwortlich. Wenn die Emissionen des Verkehrssektors nachhaltig und schnell gesenkt werden sollen, bieten alternative Kraftstoffe wie Erdgas und LNG eine wettbewerbsfähige und sofort verfügbare Alternative.

Fährt man mit Erdgas besser?

Vor allem schneller in Richtung Energiezukunft.

Während in den USA, China, Frankreich und den Niederlanden bereits über 50.000 LNG-LKW in Betrieb sind, ist die Technologie im deutschen Schwerlastsektor noch nicht weit verbreitet. Dabei sind sie nicht nur umweltweltfreundlicher und günstiger im Unterhalt, sondern auch deutlich leiser als Fahrzeuge mit Dieselantrieb. Auch bei der Reichweite sind LNG-LKW wettbewerbsfähig und können mit konventionellen Fahrzeugen mithalten.

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Auch in der Schifffahrt bietet Erdgas viele Anwendungsmöglichkeiten. In Norwegen werden mehr als 90 Schiffe mit LNG betrieben, 40 weitere befinden sich im Bau. Auch in Deutschland wird LNG mehr und mehr im Schifffahrtsbereich eingesetzt. Seit 3 Jahren verkehrt die erdgasgetriebene MS Helgoland zwischen Cuxhaven und Helgoland. Equinor selbst betreibt mehrere LNG-Versorgungsschiffe. Damit tragen wir dazu bei, die Küstenluft rein zu halten und erhöhen die Energieeffizienz des Unternehmens. Einen großen Wachstumsmarkt stellen LNG-betriebene Frachter dar, aber auch Kreuzfahrtschiffe werden zunehmend auf LNG umgestellt.

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„Auch im Verkehrsbereich bietet Erdgas naheliegende Vorteile: niedrigerer CO2-Ausstoß, wenig Stickoxide und kaum Feinstaub. Wer mit Erdgas fährt, schont das Klima und die Umwelt.“

Olav Skalmeraas,
Country Manager Deutschland

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